Kinder und Jugendliche sind die Zukunft unserer Stadt. Wir müssen sie deshalb besonders an unsere Stadt binden. Dies ist vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und der sogenannten „Stadtflucht“ um so wichtiger. Wir möchten allen Gruppen ein attraktives Angebot sowohl für ihre Freizeitgestaltung als auch im Bereich von Ausbildung und Arbeit in unserer Stadt bereithalten, um ihnen optimale Bedingungen zu bieten.

Leider lässt der Haushalt der Stadt Lünen keine großen Sprünge zu. Die privaten Freizeiteinrichtungen und die von freien Trägern sind ein wichtiger Bestandteil für das Freizeitangebot unserer Kinder und Jugendlichen und in unseren Augen unverzichtbar. Deshalb möchten wir den weiteren Ausbau und Unterhalt von Freizeiteinrichtungen unter privater Trägerschaft weiter stützen. Es gibt viele Beispiele guter Jugendarbeit in unserer Stadt, wo Jugendliche und Kinder positiv angesprochen werden. Hier seien nur ein paar Beispiele wie Jugendcafe, Gahmen, Stadtinsel o.ä. genannt. Dazu zählen aber auch privat organisierte Malkurse, Tanzkurse etc. Wir begrüßen diese Initiativen und möchten sie finanziell unterstützen. Die positiven Auswirkungen der dort pädagogisch geleisteten Arbeit sparen der Stadt viele Folgekosten.

Wir möchten die vielen städtischen und privaten Angebote für Kinder und Jugendliche vernetzen, damit sie einen zentralen Überblick über das Angebot erhalten und der Erfolg vieler Initiativen damit gestärkt wird.

Die Jugendarbeit ist im Stadtgebiet ist zum Teil neu organisiert worden. Die sanierungsbedürftigen „Häuser der offenen Tür“ sind geschlossen worden und es gibt ein zentrales Angebot in der Stadtmitte. Durch die Zentralisierung konnte das Angebot allerdings breiter gefächert und damit interessanter gestaltet werden. Der Ausbau des Saales im Lukaz wird in Zukunft auch Großveranstaltungen ermöglichen.

In den Stadtteilen werden Streetworker eingesetzt, die gezielt auf Jugendliche zugehen. Sie sind in der Lage, die Jugendlichen zu beobachten und flexibel auf ihr Verhalten und auf die Veränderungen in ihrem Verhalten zu reagieren. Sie bauen Vertrauen zu den Jugendlichen auf und können gemeinsam mit ihnen ihre Probleme lösen.

Die Entwicklung im Jugendbereich - und gerade die zusätzlichen Heimeinweisungen in den letzten Jahren mit Zusatzkosten von jährlich 2,3 Millionen Euro - zeigen, dass wir noch mehr Kräfte brauchen. Wir wissen um die Haushaltssituation, meinen aber trotzdem, dass unsere guten Mitarbeiter im Bereich 2 weitere personelle Unterstützung brauchen. Je früher Defizite bei den Jugendlichen und in ihren Familien bemerkt werden und die Kontakte zu den Problemfamilien hergestellt werden, umso leichter können Heimeinweisungen vermieden werden. Hier können wir mit mehr Personal und dem Einsatz direkt in den Familien den jungen Menschen helfen und erreichen dabei nicht nur die Kinder und Jugendlichen sondern auch ihre Familien. Spätere höhere Folgekosten können vermieden werden und wir schaffen zusätzliche Arbeitsplätze, die besonders für Frauen beim Wiedereinstieg in den Beruf interessant sind.

Dies gilt genauso für den neu eingeführten Bereich der Betreuung von Familien mit Neugeborenen. Sollten die drei dort eingesetzten Sozialarbeiter für die Prävention nicht ausreichen, müssen wir jederzeit mehr Personen einsetzen. Auch hier sparen wir durch Mehraufwand höhere Folgenkosten ein und wenden im Vorfeld hohe persönliche Schäden für die Kinder und ihre Entwicklung ab.

Die Bundes- und Landesregierung haben in den letzten Jahren neue Schwerpunkte gesetzt und vieles im Bereich Familien, Jugend und Kindern gefördert. Die offene Ganztagsschule ist flächendeckend in Lünen und sollte in Zukunft bedarfsgerecht angeboten werden.

Das Gesetz für die frühe Bildung und Förderung von Kindern – kurz Kibiz_- wird positiv von allen Beteiligten aufgenommen. Mit flexibleren Betreuungszeiten und einer besseren personellen Ausstattung können die Bedarfe junger Familien an Betreuung bedient werden.

Die CDU unterstützt den bedarfsgerechten Ausbau von Betreuungsplätzen für unter drei-jährige. Außerdem befürworten wir die Einrichtung von Betriebskindergärten. Alternativ können wir uns aber auch vorstellen, dass ein Kindergarten im Stadtgebiet die Betreuung von Kindern von 7 bis 19.00 Uhr anbietet. Damit unterstützen wir berufstätige Eltern und besonders allein erziehende, da das bisherige Angebot oft nicht mit ihren Arbeitszeiten übereinstimmt und sie Probleme mit der Betreuung haben.

Sprachförderung und Sprachfähigkeit bilden einen wichtigen Schwerpunkt und leisten zusätzlich einen wichtigen Beitrag zur Integration. Dabei geht es mit dem sogenannten „Rucksackprojekt“ über die Sprachförderung der Kinder hinaus und bezieht die Eltern mit ein. Die Einrichtung von Familienzentren bietet zusätzlich auch Gesundheits- und Erziehungsförderung an und unterstützt in allen Fragen und Unsicherheiten, die sich für junge Familien im Umgang mit den Kindern ergeben können. Eine zusätzliche Vernetzung all dieser Maßnahmen dient der weiteren Prävention.

Auch wenn diese Projekte nicht zu 100 % unterstützt werden und den städtischen Haushalt belasten – so bieten sie doch viele Vorteile für unsere Familien. Wenn wir eine bessere Ausbildung und Betreuung unserer Kinder wollen, dann müssen wir auch bereit sein, die Kosten zu tragen. Wir halten diese Einrichtungen für so wichtig, dass wir sie ständig begleiten wollen und sie im Auge behalten und jederzeit bedarfsgerecht und flexibel anpassen möchten, sowohl baulich als auch finanziell und personell. Wir stehen in der Verantwortung und müssen unseren Kindern nicht nur rechtzeitig, sondern vorzeitig die besten Chancen für ihr Leben öffnen. Dabei darf Geld nicht das ausschlaggebende Kriterium sein, und die finanziellen Mittel müssen bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt werden.

Darüber hinaus müssen wir uns für die Ausbildungsfähigkeit bei den Jugendlichen einsetzen, die keine Lehrstelle finden können. Die Umweltwerkstatt müssen wir deshalb dringend über 2009 hinaus finanzieren und wir müssen überlegen, ob wir nicht zusätzliche Projekte in diesem Zusammenhang starten und personell unterstützen. Wir können von den ausbildungswilligen Unternehmen nicht verlangen, dass sie sich ihre Auszubildenden erst noch erziehen, d.h. die Defizite der Vergangenheit abbauen. Die Gelder, die uns solche Projekte kosten , sparen wir später um ein vielfaches an Sozialhilfe ein. Außerdem fühlen wir uns als Christdemokraten diesen jungen Menschen gegenüber verpflichtet und müssen ihnen alle Chancen für die Zukunft bieten, ein finanziell sorgenfreies und unabhängiges, aber auch beruflich ausgefülltes Leben zu führen.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1
3
4
5
6
7
8
9
Datum : 9. September 2017
10
11
15
17
18
22
25
29
30

Anmelden

Passwort vergessen? Benutzername vergessen?