Kreis Unna. Ernüchternd und besorgniserregend waren die Zahlen zur finanziellen Entwicklung des Kreises Unna, die Kreisdirektor Dr. Thomas Wilk bei einer Sitzung im Kreishaus Unna vorgestellt hat. Der Kämmerer erläuterte den Mitgliedern des CDU-Kreisvorstandes, des Kreisvorstandes der Kommunalpolitischen Vereinigung und den Vorsitzenden der CDU-Ratsfraktionen die Eckdaten des geplanten Kreishaushaltes für das kommende Jahr. So wies Kreisdirektor Dr. Thomas Wilk wie bereits bei der Einbringung des Kreishaushaltes Anfang November im Kreistag nochmals darauf hin, dass die bilanzielle Überschuldung des Kreises nur noch eine Frage der Zeit sei. „Aller Voraussicht nach wird das Minus im laufenden Haushalt bei 3 Millionen Euro liegen. Bei einem Eigenkapital von aktuell nur noch 2,3 Millionen Euro ist die bilanzielle Überschuldung unausweichlich. Mit anderen Worten: Der Kreis Unna ist pleite“, erklärt der CDU-Kreisvorsitzende Marco Morten Pufke.


Während die Kreisverwaltung weiterhin auf „Hilfe“ von Land und Bund hofft, halten die CDU-Mitglieder ein grundlegendes Umdenken im Kreis Unna für erforderlich. „Die schlechte Sozialstruktur im Kreis Unna ist nicht Gott gegeben, sondern ist über viele Jahrzehnte von den politisch Verantwortlichen gepflegt worden“, kritisierten die Christdemokraten. Außerdem könnten die Folgen des Strukturwandels nicht weiter als Begründung für die Fehlentwicklungen herhalten. „Der Strukturwandel im Ruhrgebiet feiert in diesem Jahr Goldene Hochzeit. Die erste Zeche wurde bereits im Jahr 1964 geschlossen“, bemerkte CDU-Kreistagsfraktionschef Wilhelm Jasperneite.


Die Bürgerinnen und Bürger der zehn Städte und Gemeinden im Kreis Unna müssen die Zeche einer seit Jahrzehnten verfehlten Politik zahlen. Die kreisangehörigen Kommunen werden um eine drastische Erhöhung der Grundsteuern nicht herum kommen, um die finanzielle Schieflage im Kreishaushalt ausgleichen. „Wir erwarten weitere Sparanstrengungen. Diese sind nur durch grundlegende strukturelle Veränderungen zu erreichen“, so Marco Morten Pufke. Das sieht auch Wilhelm Jasperneite so: „Die CDU-Kreistagsfraktion wird den Haushaltsentwurf nicht einfach so durchwinken. Wir werden insbesondere im direkten Verantwortungsbereich des Landrates massiv eingreifen müssen.“

CDU-Kreisverband Unna

Pressesprecher: Heinrich Böckelühr, Tel. 0171/5283100

 

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